Aussortieren von Holz und Qualitätskontrolle

Ob das Gesamtbild eines Bodens harmonisch ist, bestimmt das menschliche Auge am besten. Aussortiert wird bereits das Rohholz. Weiter werden nach dem Sägen, nach der Verpressung, vor der Oberflächenbehandlung und schlussendlich vor dem Verpacken die Dielen sortiert. Der Geschmack des Menschen ist jedoch sehr individuell: Ob eine Diele gefällt oder nicht, ist und bleibt Geschmackssache

Hobeln

Ein Hobel dient zum Glätten von Holz. Der Hobel ist ein Werkzeug zur spanenden Bearbeitung von Holz. Er ist ein unverzichtbares Hilfsmittel in allen holzverarbeitenden Berufen. Die Oberfläche des Holzes wird bearbeitet, indem mit dem Hobeleisen Späne vom Material abgetragen werden. Bei den klassischen Handhobeln handelt es sich um eine feste Schneide, die im Hobelkörper fixiert ist. In heute ebenfalls üblichen Elektrohobeln rotiert eine Messerwalze mit mehreren Schneiden. Insbesondere bei der Bearbeitung von Holz werden mit Hilfe des Hobelns glatte Oberflächen erzeugt.

Fasen

Wenn eine «scharfe» Holzkante abgeschrägt wird, dann ist die Kante «gefast». Die Abschrägung bezeichnet man demnach als Fase. Durch das Abfasen werden scharfe Kanten, die eine Verletzungsgefahr darstellen, ein Absplittern oder Ausreissen vermieden.

Kitten uns auskitten

Kitte werden zum Ausfüllen von Vertiefungen – Risse, Äste und tiefe Kratzer – im Holz verwendet. Nach Geschmack wird entweder schwarz oder in einer der Holzart entsprechenden Farbe gekittet. Dadurch werden verschiedene Effekte erzielt. Entweder kann ein Boden damit «beruhigt» werden oder aber markant wirken – je nach Geschmack.

Schleifen

Durch das Schleifen wird die Holzoberfläche geglättet. Durch die Bearbeitung, wie sägen oder hobeln, stehen die Holzfasern hoch. Mit dem Schleifen werden die Holzfasern geköpft. Für eine glatte Oberfläche eines Holzwerkstücks sind mehrere Schleifgänge hintereinander nötig.

Bürsten

Mit Strukturieren einer Holzoberfläche wird das Ausbürsten des weicheren Frühholzes bezeichnet. Das Spätholz, also die sich abhebenden dunkleren Jahresringe, bleiben weitgehend erhalten. Die Tiefe der Struktur wird durch Regulierung der Vorschubgeschwindigkeit des Werkzeuges und durch Wiederholung des Arbeitsvorganges bestimmt. Zur Vorbehandlung verwendet man eine Stahldrahtbürste. Diese Besatzart ist sehr gut geeignet für einen hohen Abrieb auf Hart- und Weichholz. Bei der Bearbeitung von Eichen-, Birken- und Kastanienholz ist jedoch Vorsicht geboten. Der Metallabrieb der Bürste in Verbindung mit der natürlichen Gerbsäure des Holzes (Tannin) sorgt für ungewollte, sommersprossenartige Verfärbungen, speziell nach dem Beizen.
Die Nachbehandlung erfolgt durch eine mit Schleifborsten besetzte Bürste. In diesem Arbeitsgang wird die Struktur des Holzes besonders hervorgehoben. Vorhandene Holzfasern werden entfernt.