Durch den Einschnitt wird die Holzqualität massgeblich mitbestimmt. So haben Bretter mit Riftschnitt, der längs durch die Mitte des Stammes geht, eine deutlich höhere Formstabilität und geringere Neigung zur Bildung von Trocknungsrissen als Seitenbretter mit weitgehend tangentialem Schnitt, einem Längsschnitt parallel zur Stammachse und senkrecht zu den Jahresringen. Der Holzdurchmesser beeinflusst entscheidend die Ausbeute (Erschnitt). Je grösser der Durchmesser, umso grösser ist die Ausbeute.

Einstieliger Einschnitt
Durch einen einfachen einstieligen Einschnitt von Rundholz erhält man Kantholz mit Seitenware.

Einfach- oder Scharfschnitt
Durch den Einschnitt erhält man Bretter oder Bohlen, die unbesäumt sind. Sie krümmen sich bei der Holztrocknung. Das Mittelstück ist sehr inhomogen, weil es den Kern enthält.

Spiegelschnitt mit einem Mittelbrett
Dieser Einschnitt erzeugt Bretter, bei denen die Jahresringe beinahe rechtwinklig auf die Brettfläche treffen.

Radialschnitt nach der Drehmethode
Die erzeugten Viertel werden nach jedem Schnitt gedreht. So erhält man viele formstabile Bretter unterschiedlicher Breite.

Quartierschnitt
Die Stammviertel werden parallel zur Stammachse eingeschnitten. Es entstehen formstabile Bretter ohne Verwerfungen wie Risse oder Sprünge. Die Bretter sind eher schmal, aber von sehr guter Qualität und mit wunderschöner Maserung.

Fladerschnitt (Cantibay-Schnitt)
Ein Einschnitt bei sehr stark angegriffenem Kern. Man erhält eine grosse Anzahl breiter Bretter bei nur geringem Verschnitt, mit einem relativ hohen Hang zum Verwerfen (Springen und Brechen).