Mit verschiedenen Verfahren wie Thermobehandeln, Räuchern, Grundieren, Kälken
und Ölen erreichen wir vor allem bei der Eiche eine grosse Vielfalt an Farben. Kombiniert mit unterschiedlichen haptischen Eigenschaften, unter anderem sägeraue, handgehobelte, gebürstete, glatte oder sogar originale Oberflächen, ergibt dies eine umfangreiche Palette an Hölzern. Über 40 verschiedene Farbdekore findet man in der swissfloors® Kollektion. Nun hat man die Qual der Wahl, um ein eigenes
Farbkonzept zu bestimmen. Mögliche Farbtöne sind weiss, grau, beige, hellbraun,
dunkelbraun oder natürlich auch naturfarben.

 

THERMOBEHANDLUNG

Das Holz wird thermisch mit verschiedenen Temperaturen und bei reduzierter Sauerstoffkonzentration behandelt. Thermoholz wird in Trockenkammern über mehrere Stunden bei bis zu 250° erhitzt, wobei es einen Grossteil seiner Feuchtigkeit verliert. Durch dieses Verfahren wird das Holz dunkler. So entstehen Farben von hellbraun bis schwarz. Die Thermobehandlung ist ökologisch sinnvoll, ohne Einsatz von Ammoniak oder anderen Chemikalien. Das Schwind und Quellverhalten wird reduziert, die Dielen werden stabiler. Das Holz wird zudem wasserresistenter, und
auch holzzerstörende Pilze haben keinen Nährboden mehr. Durch dieses Verfahren
ist Thermoholz gefeit gegen Pilzbefall. Das Holz quillt und schwindet weniger und ist
überall dort ideal, wo Schwankungen bei der Luftfeuchtigkeit auftreten.

RÄUCHERN

Nicht nur Wurst, Schinken und Aale werden geräuchert, sondern auch Holz, vor allem Eiche. Durch das Räuchern erhält das Eichenholz einen dunklen Farbton, wobei die natürlichen Farbvariationen des Holzes erhalten bleiben. Bei der Räucherung findet eine chemische Säure Base Reaktion statt. Zum Räuchern eignen sich alle gerbsäurehaltigen Hölzer. Die Säure ist im Holz enthalten, als Base verwendet man Ammoniak (Salmiak). Durch die Reaktion der Säure im Holz und dem Ammoniak als Base ergibt sich eine natürlich wirkende dunkle Färbung im Holz.
Eine völlig neue Technologie mit einem Primer (Grundierung ohne Füllkraft) führt zu einer Vergrauung bzw. «Veralterung» bei der Eiche. Mit unterschiedlichen Mixturen

Hand

 

GRUNDIEREN (LAUGEN)

Eine völlig neue Technologie mit einem Primer (Grundierung ohne Füllkraft) führt zu einer Vergrauung bzw. «Veralterung» bei der Eiche. Mit unterschiedlichen Mixturen variiert diese von einer silbriggrauen Patina über einen braungrauen Farbton bis zu einem schwarzgrauen Effekt. Das Holz wird mit ätzender Natronlauge behandelt. Dadurch ziehen sich die Poren des Holzes zusammen. Die dunkleren und härteren Jahresringe treten so optisch stärker hervor. Durch das Laugen bekommt
das Parkett eine reliefartige Holzoberfläche. Auch hier tritt die natürliche Maserung des Holzes stärker hervor.

KÄLKEN

Beim Kälken werden die Poren des Holzes farbig gefüllt. Hier kommen hauptsächlich Holzarten mit grossen Poren, wie zum Beispiel Eiche, in Frage. Das Holz wird mit einer breiigen Masse, meist bestehend aus Wachs und Farbpigmenten, bestrichen. Dieser Füllbrei setzt sich in den Poren fest. Überflüssiger Porenfüllbrei wird abgezogen und entfernt. Die farbigen Poren intensivieren die Maserung des Holzes. Es entsteht ein neuer Farbeindruck. Mit dieser Methode erhält man den sehr beliebten, weiss gekälkten Eichenparkett.

ÖLEN

Holz ist ein Naturprodukt: Die Ausstrahlung des Baumes lebt im Holz weiter, auch in seinem Geruch. Die Käufer von Holzprodukten erwerben also gewissermassen.